Ein Montagnachmittag Mitte Oktober – und herrlichster Sonnenschein mit gefühlten 20°C draußen. Der Verlockung des goldenen Herbstes zum Trotz waren 12 aktive Teilnehmer*innen in unserem Workshop „Vom Steak zum Sturm“, der Teil der Kritischen Einführungswochen an der Uni war. Darin haben wir uns drei Stunden lang interaktiv und in verschiedenen Arbeitsformaten mit den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Klimawandel beschäftigt. Bei welchen Produktionsschritten fallen eigentlich Treibhausgas-Emissionen an? Welche anderen Gase als CO2 spielen dabei eine Rolle? In welchen Lebensmitteln stecken mehr Klima-Auswirkungen als in anderen? Und an welchen Punkten kann meine Konsumentscheidung einen Unterschied machen?

Von Veränderung der Landnutzung (Waldrodung für Acker- oder Weideland) udn Bearbeitung des Bodens, was gespeichertes CO2 freisetzt über Futtermittelproduktion mit Ammoniak freisetzenden Düngemitteln, Methan-pupsende Kühe, energieintensive Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln bis hin zur Wahl des Transportmittels für den Einkauf, die Zubereitung und die Bedeutung von Lebensmittelverschwendung kam alles zur Sprache. Den ersten Teil bildete eine Präsentation zum Einstieg in die Thematik – Was ist eigentlich der Klimawandel, wie viel Anteil daran hat der Mensch und darunter wiederum die Ernährung? Den Hauptteil des Workshops bildete eine Gruppenarbeitsphase, in der die Teilnehmer*innen in Kleingruppen Plakate ausarbeiteten. Für ausgewählte Lebensmittel haben wir hier anhand der Produktionskette die anfallenden Treibhausgas-Emissionen und Einsparpotenziale zusammengetragen. Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse kam eine fruchtbare Diskussion über die Schlussfolgerungen auf. Was ergibt sich aus einem Vergleich der Klimabilanzen in Bezug auf tierische vs. pflanzliche, verarbeitete vs. unverarbeitete, importierte vs. gelagerte Lebensmittel? Dabei haben wir gemerkt, wie schwer letztendlich die Abwägung dieser einzelnen Faktoren ist und dass man mit pauschalen Ratschlägen und Einschätzungen kaum auf der sicheren Seite sein kann. Es lohnt sich aber auf alle Fälle, über die Klimabilanz der eigenen Ernährungsweise zu reflektieren und wo möglich weiter Treibhausgas-Emissionen einzusparen, sei es am Ende der langen Produktionskette durch Vermeidung von Lebensmittelabfall oder weiter vorn durch bevorzugten Verbrauch von unverarbeiteten und pflanzlichen, saisonalen Produkten.

Eine kleine Übersicht über die Treibhausgas-Bilanzen einiger Lebensmittel sowie ein paar Hintergrundinformationen haben wir auf dem Handout, das im Workshop als Arbeitsgrundlage zum Einsatz kam, zusammengetragen: Workshop Vom Steak zum Sturm – Handout

Einen beispielhaften Klimarechner für verschiedene Mahlzeiten gibt es sehr anschaulich beispielsweise beim Klimatarier.

Workshop Tafelbild: Ernährung & Klimawandel

 

Workshop Materialien