In Kooperation mit der GlobaLE, dem globalisierungskritschen Filmfestival in Leipzig, wurde am 9.11. in der Schaubühne Lindenfels der Film Code of Survival – das Ende der Gentechnik vom Dokumentarfilmer Bertraam Verhaag gezeigt. Bertraam Verhaag ist ein Gegner von gentechnisch veränderten Pflanzen und hat dies auch schon in seinen vorigen Filmen dargestellt. In seinem neuesten Film stellt er mögliche Alternativen dar, die er selbst als nachhaltig empfindet.

Dabei zeigt er das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Aboulesh. Aboulesh machte von sich reden, weil er in der Wüste biologisch-dynamische Landwirtschaft betreibt – eine Wirtschaftweise die strengsten Regeln bezüglich des biologischen Anbaus hat und sehr auf Kreislaufwirtschaft bedacht ist. Es ist interessant zu sehen, wie die Arbeiter von SEKEM mitten in der Wüste ein grünes Biotop entstehen lassen. Man kann kaum glauben, dass das Grundwasser, was aus dem Boden befördert wird, ausreicht um solch eine grüne Landschaft entstehen zu lassen. Und dass das ganze dabei auch noch nachhaltig sein soll, ist sehr beeindruckend. Schließlich versteht sich das SEKEM Projekt als soziales Modellunternehmen, dass nicht nur möglichst ökologisch arbeitet, sondern auch die ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte der Gemeinschaft im Blick hat, indem es Schulen bauen lässt und regionale Kulturprojekte fördert.

Eine zweite Hauptrolle in dem Film hat das AMBOOTIA-Projekt im Himalaya  bekommen. Gezeigt werden idyllische Aufnahmen der Plantagen. Auch bei diesem biologisch dynamischen Projekt steht die Nachhaltigkeit realisiert durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger im Vordergrund.

Auch nach der offiziellen Diskussionsrunde gingen die Gespräche noch weiter und ließen bei einigen auch Fragen offen, die sie von dem Film zu beantworten gewünscht hätten: Was bedeutet Gentechnik eigentlich konkret und wie unterscheidet es sich von konventionellen Züchtungsmethoden? Könnte man Gentechnik vielleicht besser nutzen? Ist das für alle Menschen bezahlbar? Warum wird es kritisch gesehen? Welche Flächen würden es benötigen, um diese einzelnen Projekte großräumig umzusetzen?